Von der Idee zum fertigen Buch

Seien Sie vorsichtig mit Gesundheitsratgebern - ein Druckfehler könnte Ihren Tod bedeuten!

 

Liebe Leserin, lieber Leser!
Dieses Zitat bekam ich von einer Freundin geschenkt - zum Erscheinen meines neuen Gesundheitsratgebers Gesunde Haut nach Hildegard von Bingen. Honi soit qui mal y pense!

 

Meine Kinder sind der Meinung, ich schreibe aus anderen Büchern alles Mögliche ab und mache daraus ein neues Buch.

 

Sie sehen schon - Anlass genug, hier ein wenig über die Recherche-Arbeit und die Buchentstehung zu erzählen.

 

Der Prozess von der Idee bis zum fertigen Buch dauert zwischen 6 und 12 Monaten und besteht in der Regel aus diesen Stationen:

 

1. Die Idee

Gute Ideen muss man sofort umsetzen oder gleich wieder vergessen.

Verleger, Programmleiter oder Lektor haben eine Idee und suchen einen Autor dafür. Ausschlaggebend für die Entscheidung sind Fragen wie:

Wer schreibt schon für uns und hat gerade Zeit für ein neues Manuskript?

Wer schreibt für einen anderen Verlag und ist uns positiv aufgefallen?

 

Oder der Autor selbst hat eine Idee oder ein Thema, das ihm am Herzen liegt, und sucht einen Verlag dafür. Die erste Anfrage geht natürlich an den Hausverlag. Ist der nicht interessiert, heißt es Klinkenputzen bei anderen Verlagen. Hat der Autor schon einiges veröffentlicht, reduziert sich die Anzahl der zu putzenden Klinken beträchtlich. Auch ein professionelles Exposé schadet übrigens nicht. Kein bißchen.

 

2. Die Anfrage

Klug fragen können ist die halbe Weisheit. (Francis Bacon)

In meiner Zeit als blutiger Anfänger habe ich (echt wahr!) Manuskripte per Telefax angeboten. Nach einigen erbosten Rückmeldungen von Verlagen schied diese Art der Anfrage ganz schnell wieder aus. Immerhin hat sie mir aber meinen ersten Buchvertrag eingebracht: Eine Lektorin auf der Suche nach neuen Ideen stand "zufällig" neben dem Faxgerät, als mein Manuskriptvorschlag ankam.

Ein beliebter Fehler unter Anfängern ist es, Manuskripte an Verlage zu schicken, ohne sich vorher deren Programm genau angeschaut zu haben. Ob z.B. ein Geschenkbuchverlag Gedichte verlegt, lässt sich durch einen Blick auf die Internetseite viel schneller und einfacher klären als durch das Einsenden Ihrer Lyrik.   

 

3. Die Vorbereitung

Wenn ein Mann sich nicht auf seine Chance vorbereitet hat, macht sie ihn nur lächerlich. (Pablo Picasso)

Damit meine Chance mich nicht lächerlich mache, verbringe ich also einige Zeit in Bibliotheken, Buchhandlungen und im Internet, um herauszufinden, ob es schon ähnliche Bücher gibt. Dann ist gründliche Konkurrenzanalyse angesagt. Wer seinen Verleger überzeugen möchte, zu einem Thema, zu dem es schon x Veröffentlichungen gibt, noch etwas zu veröffentlichen, braucht gute Argumente und gute Ideen.

 

- Fortsetzung folgt -

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