Leserstimmen

 

sehr informativ & sehr anwendungsfreundlich
Nachdem ich Ende letzten Jahres verschiedene Kräutersträucher (darunter auch einen älteren Salbeistrauch) geerbt habe, machte ich mich auf die Suche nach Informationen zur Pflege & Anwendung. Unter anderem habe ich mir dieses Buch hier gekauft. Ein Glücksgriff.
Besonders hilfreich finde ich die folgenden, in diesem Buch enthaltenen Informationen:
* Zur Pflege der Pflanze.
* Zur Ernte und Lagerung der Blätter.
* Zur Anwendung.
* Zu den Krankheiten, bei denen Salbei unterstützend eingesetzt werden kann.
Vermisst habe ich:
- Bilder der unterschiedlichen Salbei-Arten.
- Informationen, was man bei Schädlingsbefall tun kann.
- Kein Stichwort-Register; nur ein Inhaltsverzeichnis und das Rezeptregister auf den Seiten 118ff.
- Keine Informationen zur Anwendung bei Haustieren.
Der Buchinhalt im Detail:
Der historische Abriss war für mich nicht besonders interessant. Schließlich wollte ich eigentlich nur wissen, wie ich mit meinem neuen Salbeistrauch im Hier und Heute umgehe, und wofür ich die Salbeiblätter verwenden kann.
Hilfreicher waren da schon die Informationen im zweiten Teil, im Steckbrief. Welche Salbeiarten gibt es? Leider ohne Bild. Welcher Standort ist der Richtige? Wie sollte der Boden beschaffen sein? Das war genau das, was ich wissen wollte. Wie weit kann ich den Salbei im Frühjahr zurückschneiden? Neben welchen Pflanzen fühlt er sich wohl, hat womöglich sogar positive Auswirkungen wie im Falle der Karotten, von denen er die Möhrenfliege fernhält. Die Schädlinge werden benannt, aber leider erhält man keine Informationen, wie man sie am besten bekämpft. Denn - und das ist das Problem bei allen Nutzpflanzen - Chemie hilft zwar schnell, nur wird dadurch auch die weitere Verwendung in der Küche eingeschränkt. Die Ernte-Informationen waren dagegen wieder sehr hilfreich. Wann ist der günstigste Zeitpunkt? Wann sollte ich nicht ernten? Und vor allem auch Informationen über die Verarbeitung und Lagerung der geernteten Blätter.
Das Kapitel mit den Inhaltsstoffen und ihrer Wirkung habe ich nur überflogen. Schließlich wollte ich nicht unbedingt zum Experten über Nährwerte und Wirkstoffe werden.
Wichtiger war mir die Anwendung selber und die wird in den folgenden zwei Kapiteln ausführlich beschrieben. Dosierung und Warnhinweise stehen ganz am Anfang. Besonders hervorgehoben sind dabei die Einschränkungen, dass zB Stillende Salbei nicht einnehmen sollten, weil es den Milchfluss hemmt, oder dass eine Anwendung, die über drei Wochen hinaus, geht zu Magen-Darm-Problemen führen kann. Dass derart wichtige Informationen durch die farbliche Gestaltung gleich ins Auge fallen, fand ich sehr positiv.
Beispiele für Heilrezepte und Anwendungen: Salbeiblätter-Spülung, Salbeiblätter-Waschung, Salbei-Holunder-Trunk, Salbeihonig, Salbei-Kräuterauflage, Salbeisud, verschiedene Salbei-Kräutertees, usw.
Im danach folgenden Bereich mit den Krankheiten und Symptomen wird auf diese vorangegangenen Heilrezepte und Anwendungen verwiesen. Beispiele: Bei Bluthochdruck soll man sein Essen regelmäßig mit Salbei würzen oder Salbeitee Nr. 1 trinken oder eine Sud aus Rotsalbeiwurzeln zu sich nehmen. Bei einem Ekzem hilft das Trinken von Salbeitee Nr. 3, um den Juckreiz zu lindern. Alternativ kann man die betroffenen Hautpartien mit demselben Salbeitee betupfen. Besonders positiv: man muss nicht lange suchen, die Seitenangabe steht neben der empfohlenen Anwendung.
Kurz und gut:
Dieser Bereich der Anwendungen sowie der Krankheiten und Symptome ist überaus hilfreich. Eine klare Gliederung und die Seitenangaben erleichtert das Auffinden. Die Beschreibungen sind gut verständlich. Das Meiste kann schnell und mit einfachen Mitteln umgesetzt werden. Alles in allem sehr, sehr alltagstauglich und anwendungsfreundlich!
Daneben erhält man noch Informationen über Salbei als Frauenkraut (zB bei zu langer und zu starker Menstruation oder Wechseljahresbeschwerden), über die Wirkung auf Haut und Haare, über den Nutzen auf das Zahnfleisch und die Zähne sowie über die Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele. Gesichtspflege, Haare färben mit Salbei und noch ein paar andere Dinge werden angesprochen. Allerdings habe ich noch nicht alles ausprobiert, so dass ich nicht sagen kann, ob wirklich alles wirkt wie beschrieben.
Abgeschlossen wird das Buch mit einem 60-seitigen Rezeptteil und ich muss ehrlich sagen, ich bin begeistert seit ich meinen Salbeistrauch habe und die Blätter nahezu täglich in der einen oder anderen Form als Tee oder als Gewürz verwende. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen ohne Salbei zu leben. Zu Fisch oder Fleisch, in Backwaren, es gibt so viele Anwendungsmöglichkeiten. Dass die Rezepte so gänzlich ohne Bild aufgelistet werden, hat mich nicht gestört. Wichtiger war mir, dass ich den Beschreibungen bislang gut folgen konnte.
Mein Fazit:
Ein Glücksgriff.
Das oben beschriebene Verbesserungspotential rechtfertigt meiner Meinung nach keine Kürzung der Punkte, da ich bislang sehr von den Informationen in diesem Buch profitiert habe. Deswegen ganz klar die Höchstbewertung.
Und noch eine Anmerkung:
Man kann Salbei auch für seine 4-beinigen Fellnasen nutzen. Zumindest habe ich es im Falle meines Hundes einfach mal ausprobiert. Natürlich mit geringeren Mengen als ich sie für mich nehme, schließlich ist so ein Dackel ja relativ klein. Aber ich glaube, gerade bei einer Blasenentzündung, die er dieses Frühjahr hatte, wurde der Heilungsprozess (Antibiotika bekam er natürlich auch) sehr gut unterstützt. Jedenfalls war der Tierarzt bei der Abschlussuntersuchung zufrieden.
Schlussbemerkung:
So einen Salbeistrauch hätte ich mir schon früher gönnen sollen.
Und dieses Buch hier ist die perfekte Ergänzung, wenn man mehr über die Pflege und die Anwendungsmöglichkeiten wissen will.

oe Top 50 rezensent | amazon.de | 23.5.2014

 

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Der Name Salbei ist vom lateinischen "salvare" abgeleitet, was soviel bedeutet wie heilen.
Echter Salbei wird auch Garten-Salbei, Küchensalbei oder Heilsalbei genannt. Er ist nicht nur Gewürz, sondern auch eine Heilpflanze, die bereits seit Hunderten von Jahren sehr geschätzt wird.
Echter Salbei stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, er ist aber mittlerweile in ganz Europa weit verbreitet. Am besten gedeiht er auf kalkreichem, steinigem und trockenem Boden.
Salbei ist ein Halbstrauch, sein Wuchshöhe geht von bis zu 60 cm, seltem auch bis 1 m.
Salbeiöl ist insbesondere in den Blättern enthalten .
Salbei wird gerne als Küchengewürz verwendet. Es ist aber auch eine Heilpflanze.
Vielen Gerichten verleht es den gewissen Touch, hilft aber auch bei der Verdauung fetter Speisen.
Salbei harmoniert sehr gut mit Knoblauch, Zwiebeln und Rosmarin.
Wer das volle Aroma schmecken möchte, sollte den Salbei in etwas Fett anbraten, so entfaltet er am besten sein Aroma.
Gerade für Tee oder in der Heilkunde werden getrockneter Salbei / Blätter verwendet.
Die im Salbei enthaltene Gerbstoffe wirken entzüdungshemmend, die ätherischen Öle verhindern das Wachstum von Bakterien, Viren und Schimmelpilzen.Wirkt appetitanregend und blutreinigend.Kurbelt die Verdauung an und hilft bei Blähungen und übermäßigem Schwitzen, besonders in den Wechseljahren. Salbei wird auch bei anderen Krankheiten eingesetzt wie : Bindehautentzündung, Bronchitis, Fußpilz, Insektenstiche, Leber und Gallenschwäche, Raucherhusten, Wunden uvm.
Salbei : Spülungen,- Waschungen,- Abreibungen,- Fußbäder,- Gurgellösungen,- Kräuterauflagen,- Inhalationen,- Tees,- Umschläge,- Tinkturen, Bäder uvm. erwarten einen in diesem Buch, mit leicht umzusetzende Anleitungen.
Das Buch ist eine wirkliche Bereicherung in meiner Sammlung.
Viele Rezepte wie : Datten-Salbei-Bacon, Spargel-Melonen-Salat mit Salbei, Salbei-Lauch-kichererbsensuppe, Möhren-Salbei-Pizzini, Kürbis-Salbei-Chutney, Salbei-Wildschwein, Salbei-Dorade, Polenta mit Salbei, Fladenbrot mit Salbei, Salbei-Jelly, Ananas-Salbei-Limonade und Mascarpone-Salbei-Stern warten darauf nachgemacht zu werden.
Mein Fazit: Ein rundum gelungenes Buch für alle die ihrer Gesundheit etwas "Gutes" tun wollen.

Kerstin | amazon.de | 4.10.2012

 

 

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