Leserstimmen

 

Chaos auf dem Bauernhof

Die Autorin Nele Böhm, die auch alias Ellen Heidböhmer schreibt, hat nach "Ein Vater zum Verlieben" mit diesem Werk "Landluft lädt zum Küssen ein" einen Unterhaltungsroman der Extraklasse abgeliefert. Locker leicht und oftmals zum Schmunzeln beschreibt sie ein Landleben und Charaktere, die fast wie aus dem Leben gegriffen scheinen. Charakterlich wird die Familie Meyrhofer detailliert und gut vorstellbar beschrieben, sodass ich während des Lesens mir die Protagonisten leibhaftig vorstellen konnte. Auch die Bauernhof-Szenerie wirkt authentisch und ebenfalls vorstellbar.
Von Beginn der Handlung an war ich mitten im Geschehen, empfand den Schreibstil als flüssig und lebendig. Zudem enthält dieser Roman auch eine Botschaft: Mit Starrsinnigkeit alleine kommt man nicht weit, man muss auch ab- und zugeben können, dann ist das Leben gleich viel leichter.
Die 35 Kapitel verteilen sich auf 313 Seiten und lasen sich wie im Flug. Ih habe mich wunderbar unterhalten gefühlt. Die Schrift ist augenfreundlich groß verfasst, das Buchcover passt prima zum Inhalt und natürlich vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sternen! © esposa1969

Jarmila Kesseler | 1.1.2015

 

 

Intelligenter Liebesschmöker

"zufällig" ins Buch geschaut und einen Herz-Schmerz-Kitschroman erwartet, wie das Cover (mir zumindest) versprach. Was ich entdeckt habe, ist ein intelligent geschriebener Liebes-Lebensroman, der mir nochmal näher gebracht hat, wie Männer "ticken" können.
Mike Meyrhofer (ein e vor dem y, kein e nach dem y) hat's mit seinem Sturkopf nicht leicht. Die Frau, die ihn liebt, hält seine Art dann irgendwann nicht mehr aus, auch seine Mitbewohner auf dem Hof verzweifeln fast daran, dass Mike sich jeder Neuerung (die nicht von ihm kommt) widersetzt. Wie sich doch die Dinge wenden ... kann ich nur empfehlen, selbst zu lesen.
Humorvoll, augenzwinkernd und auch spannend ... empfehle ich sehr.

rosenholz53 | amazon.de | 10.2.2014

 

 

Ein richtiges Wohlfühlbuch

Mike Meyrhofer lebt mit seiner Frau und seiner Tochter auf einem Biobauernhof in Niedersachsen. Doch das vermeintlich idyllische Leben der Familie gerät total aus den Fugen. Teenagertochter Sylvie bringt mit ihrem Eigensinn alle auf die Palme, der Hof steckt in ernsthaften Schwierigkeiten, und Mike macht es mit seiner Sturheit nur noch schlimmer. Schließlich treten die Mitarbeiter des Hofes in den Streik, und Mikes Frau Claire schmeißt sogar ganz die Brocken hin und verlässt ihn. Langsam aber sicher dämmert es Mike, dass er es weder ohne seine Familie noch ohne seine Freunde schaffen kann. Einiges muss sich im Leben der Familie ändern, denn nur wenn alle zusammenhalten, können sie die finanzielle Katastrophe noch abwenden ...
Mit ihrem zweiten Roman kann Nele Böhm erneut überzeugen. Gepaart mit urkomischen Szenen und rundum überzeugenden und lebensnahen Charakteren gelingt der deutschen Autorin ein richtiges Wohlfühlbuch. Auch mit dem unverbrauchten Setting eines Biobauernhofes hat sie alles richtig gemacht, denn das Landleben bietet jede Menge Stoff für skurrile Geschichten. Die Beschreibung der Familie Meyerhofer tut selbstverständlich ihr übriges um beim Lesen stets ein Lächeln auf den Lippen zu haben. Besonders Mike steht sich mit seiner Sturheit oft selbst im Weg. Auf der anderen Seite ist er einfach ein liebenswerter Mensch, der lernen muss, über seinen Schatten zu springen. Und genau dies macht das Buch zu einem Volltreffer. Trotz pfiffiger Story und vielen lustigen Momenten, zeigt die Autorin auf sehr warmherzige Art und Weise, worauf es im Leben wirklich ankommt. (StS)

LoveLetter Magazin | amazon.de | 25.5.2008

 

 

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Landluft lädt zum Küssen ein

Stil und Sprache: Die Sprache ist leicht und gut zu lesen. Der Leser ist sofort mitten drin, lernt den Protagonisten kennen und muss sich augenblicklich Sorgen um ihn machen. Man schaut ihm zu, wie er immer wieder mit dem Kopf gegen sprichwörtliche Wände rennt und sich im Anschluss über die Kopfschmerzen wundert. Hin und wieder gibt es leichte Perspektivholperer, die aber nicht wirklich stören. Ein literarisch unbedarfter Leser wird es vermutlich gar nicht zur Kenntnis nehmen. Die Autorin hat sehr viele Informationen über Landwirtschaft hineingepackt, die das Buch an manchen Stellen langsam machen, aber insgesamt ist es flott geschrieben und bietet dem Leser gute, leichte Unterhaltung. Ein Buch, das man problemlos im Schwimmbad oder beim Picknick im Park lesen kann.

Figuren: Köstlich. Zielsicher skizziert Nele Böhm mit wenigen Worten ihre Figuren. Der Leser hat sofort Bilder vor Augen, allerdings bringt man die auch schnell mal durcheinander, denn der Hof ist reich bevölkert. Die schweigsamen Zwillinge, die, wenn schon, dann nur über Hühner und Eier reden wollen. Der sture Landwirt Mike, der sich sein Verhalten permanent schönredet und vor schier unlösbaren Problemen steht. Er ist ein harter Kerl, der gleichzeitig mit Rilke-Gedichten seiner zarten Seite frönt. Auch wenn man von Anfang an mitbekommt, dass er sich viele seiner Schwierigkeiten selbst eingebrockt hat, wünscht man ihm doch, er möge einen Weg aus der Miesere finden. Seine Frau, die feurige Französin, die hochschießt, wie ein Geysir. Der Zirkusaussteiger, der auf dem Hof eine neue Heimat findet und noch viele weitere Figuren. Nele Böhm nimmt Klischees, spielt mit ihnen und lässt es herzerwärmend menscheln.

Aufmachung: Ein Taschenbuch mit idyllischem Cover, passend zum Titel. Blauer Himmel mit weißen Wolken, eine saftig grüne Wiese und darauf augenscheinlich der Bauer mit Strohhut, von dem man aber nur die Rückseite sieht. Er liegt da, den Kopf auf eine Hand gestützt und scheint zu träumen. Auf drei Leitungen (vielleicht Telefon) die sich am Himmel spannen, sitzen Vögel und verstärken den Eindruck der Leichtigkeit, den dieses Bild vermittelt. Das Cover zeigt Landleben in seiner reinsten und schönsten Form. 

Fazit: Der Leser wird nicht enttäuscht, denn die Geschichte hält, was der Titel verspricht. Gute Unterhaltung mit feinsinniger Ironie und einer gewissen Leichtigkeit. Ein amüsantes Lesevergnügen.

Susanne Oswald | www.leser-welt.de